Rezepturverwaltung¶
Das Modul Rezepturverwaltung ermöglicht es,
Standardisierung durch Nutzung und Austausch von Rezepturen voranzutreiben,
konkrete Produktionsvorgänge zu dokumentieren,
Warn- und Grenzwertübertretungen zu analysieren,
instabile Prozesse frühzeitig für Maschinenbediener zu visualisieren,
gewonnene Erkenntnisse in weiterentwickelte Rezepturversionen einzubringen und somit
die Qualität der Produktion nachhaltig zu steigern.
Der kontinuierliche Verbesserungsprozess besteht aus folgenden wiederkehrenden Schritten:
Rezepturoptimierung
Visualisierung während der Produktion mit SPC Charts
Datenaufzeichnung
Auswertung der Grenzwertanalyse
Dokumentation (Historie)
Rezepturoptimierung
usw. …
Rezeptureinstellungen¶
Über die Rezeptureinstellungen werden Standardwerte für die dynamische Bandgeschwindigkeit festgelegt.
Einstiegspunkt¶
Klickpfad: Menü > Rezepturverwaltung > Rezeptureinstellungen
Es öffnet die Rezeptureinstellungenseite. Hier können die Standardwerte für die dynamische Bandgeschwindigkeit festgelegt werden.
Diese Einstellungen sollten angepasst werden, bevor man eine Struktur bzw. ein Rezept mit dynamischen Parametern anlegt.
Rezepturstrukturen¶
Eine Rezepturstruktur fasst alle produktionsrelevanten Messpunkte eines Produktionsschrittes oder einer Anlage zusammen.
Einstiegspunkt¶
Klickpfad: Menü > Rezepturverwaltung > Rezepturstrukturen
Es öffnet die Rezepturstrukturübersichtsseite. Diese Seite ist die zentrale Verwaltungsstelle für Ihre Rezepturstrukturen. Hier werden alle bestehenden Rezepturstrukturen angezeigt.
Interaktionsmöglichkeiten¶
Am Ende jeder Zeile befindet sich ein Dreipunktmenü, das die Bearbeitung von Metadaten, das Kopieren und Löschen der Rezepturstruktur und weitere Funktionen ermöglicht.
Durch Klick in eine Zeile wird in die Detailseite der gewählten Rezepturstruktur gewechselt. Auf der Detailseite kann die Zusammensetzung der Struktur bearbeitet werden, indem Messpunkte hinzugefügt oder gelöscht werden.
Zur besseren Übersicht können diese auch in Kategorien zusammengefasst werden.
Rezepturstrukturen anlegen¶
Einstiegspunkt Strukturen anlegen¶
Eine neue Rezepturstruktur kann über die Rezepturstrukturübersichtsseite erstellt werden.
Klickpfad: Menü > Rezepturverwaltung > Rezepturstrukturen
Zum Erstellen einer neuen Struktur klicken Sie den Button + Neue Struktur auf der Übersichtsseite. Es öffnet ein Dialog.
Funktion¶
Tragen Sie einen Namen und optional eine kurze Beschreibung für die neue Struktur ein. Nach Bestätigung des Dialogs werden Sie automatisch auf die Detailseite der neu erstellten Struktur umgeleitet.
Möchten Sie zurück zur Übersichtsseite navigieren, können Sie den Zurück-Button Ihres Browsers oder einen entsprechenden Keyboard Shortcut nutzen.
Rezepturstrukturen kopieren¶
Sie können eine neue Rezepturstruktur anlegen, indem Sie eine bestehende Struktur kopieren.
Einstiegspunkte hierfür finden Sie auf Übersichts- und Detailseite jeweils im Menü.
Beim Kopieren können Sie Namen und Beschreibung der Struktur ändern und optional die auf der Struktur basierenden Rezepturen mitkopieren. Anschließend werden Sie direkt auf die Detailseite der neu erzeugten Struktur umgeleitet.
Falls Sie die Rezepturen auf Basis der Struktur mitkopieren, so werden diese
kopiert,
in ihrer Version hochgezählt,
in den Status Entwurf gesetzt und
die Referenz auf die frisch kopierte Struktur gesetzt.
Rezepturstrukturen bearbeiten¶
Messpunkte hinzufügen¶
Auf der Detailseite einer Rezepturstruktur können per drag & drop Messpunkte aus dem Baum hinzugefügt werden. Es erscheint anschließend ein neuer Zeileneintrag mit dem sprachabhängigen Messpunktnamen und der Einheit des Messpunktes.
Sollwert-Mapping¶
Über das Dropdown Sollwert kann ein Sollwert-Mapping vorgenommen werden. Durch dieses Sollwert-Mapping wird der Sollwert eines Messpunktes bei Übertragung auf den gewählten Sollwert-Messpunkt geschrieben.
Dynamische Sollwerte¶
Durch den Button Dynamisch wird festgelegt, ob der Sollwert eines Messpunktes immer konstant bleibt, oder sich mit der Änderung der Bandgeschwindigkeit ebenfalls ändert.
Messpunkte entfernen¶
Über das Mülleimer-Icon am Ende der Zeile kann der Messpunkt wieder entfernt werden.
Statuseinschränkungen¶
Diese Messpunktänderungen sind nur im Status Entwurf möglich.
Das Umgruppieren per drag & drop und Reorganisieren in Kategorien hingegen ist unabhängig vom Status jederzeit möglich.
Auswirkung auf Rezepturen¶
Die gemachten Änderungen wirken sich automatisch auf alle Rezepturen aus, die auf Basis der geänderten Struktur gemacht wurden. Daher ist es nicht möglich, die Strukturen nochmals in den Entwurfsstatus zu überführen, wenn bereits eine der Rezepturen übertragen wurde.
Rezepturstrukturen löschen¶
Einstiegspunkt Strukturen löschen¶
Einstiegspunkte für das Löschen von Rezepturstrukturen finden Sie in der Übersichts- und der Detailseite jeweils im Menü.
Löschweitergabe an Rezepturen¶
Rezepturstrukturen bilden die Basis für Rezepturen. Wenn eine Rezepturstruktur gelöscht werden soll, zu der ungelöschte Rezepturen existieren, wird Sie das System darüber informieren, wie viele Rezepturen betroffen sind. Um ein leichtfertiges Löschen zu verhindern, müssen Sie den Namen der zu löschen Rezepturstruktur nochmals im Löschdialog angeben. Anschließend werden erst die abhängigen Rezepturen gelöscht, dann die Struktur selbst. Bewegungsdaten bleiben vom Löschvorgang unberührt, sie sind weiterhin über die Historie einsehbar.
Status¶
Überblick¶
Strukturen können sich in fünf unterschiedlichen Status befinden. Diese sind:
Entwurf¶
Die Struktur kann nur in diesem Status bearbeitet werden. Das Hinzufügen oder Löschen von Messpunkten ist nur in diesem Status möglich. Dies ist der Default-Status für neue oder kopierte Strukturen.
Freigegeben¶
Die Struktur ist freigegeben. Auf ihrer Basis aufgebaute Rezepturen können freigegeben und an Steuerungen übertragen werden.
Freigegeben – übertragen¶
Die Struktur ist freigegeben und mindestens eine ihrer Rezepturen wurde bereits an Steuerungen übertragen.
Gesperrt¶
Die Struktur wurde gesperrt. Sie kann nicht bearbeitet werden und auf ihr basierende Rezepturen können nicht mehr übertragen werden, bis die Sperrung aufgehoben wurde.
Gesperrt – übertragen¶
Die Struktur wurde gesperrt, mindestens eine ihrer Rezepturen wurde bereits an Steuerungen übertragen.
Einfluss des Status auf die verfügbare Funktionalität¶
Bestimmte Funktionalitäten sind nur einem bestimmten Status möglich.
Entwurf |
Freigegeben |
Freigegeben Übertragen |
Gesperrt |
Gesperrt Übertragen |
|
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Umbenennen |
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✓ |
✓ |
✓ |
✓ |
Kopieren |
✓ |
✓ |
✓ |
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✓ |
Kategorien hinzufügen |
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✓ |
✓ |
✓ |
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Kategorien löschen |
✓ |
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Messpunkte hinzufügen löschen |
✓ |
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Struktur löschen |
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✓ |
✓ |
✓ |
✓ |
Statuswechsel in Gesperrt |
✓ |
✓ |
✓ |
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Statuswechsel in Entwurf |
✓ |
✓ |
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Statuswechsel in Freigegeben |
✓ |
✓ |
✓ |
Statusänderungen¶
Einstiegspunkt Statusänderungen¶
Statusänderungen können über die Menüs in Übersichts- und Detailseite angestoßen werden. Dabei werden in der Oberfläche nur die erlaubten Statusübergänge angeboten.
Einfluss auf Rezepturen¶
Strukturen bilden die Basis für eine Vielzahl von Rezepturen. Die Status von Strukturen und auf ihnen basierenden Rezepturen sind somit verwoben.
Wenn der Statuswechsel einer Struktur auch Effekte auf Rezepturen hat, wird nach dem Versuch des Statuswechsels ein Dialog erscheinen und über die Auswirkungen informieren. Der Vorgang kann somit durch den User bestätigt oder abgebrochen werden.
Historie¶
Jede Statusänderung legt einen Datensatz mit Zeitstempel an, der in der Historie betrachtet werden kann und den Ursprungs- sowie den Zielstatus enthält.
Mögliche Statusübergänge¶
Rezepturen¶
Eine Rezeptur reichert die grundlegende Struktur um konkrete Werte zur Produktion eines bestimmten Produktes an.
Einstiegspunkt Rezepturen¶
Klickpfad: Menü > Rezepturverwaltung > Rezepturen
Es öffnet die Rezepturübersichtsseite. Diese Seite ist die zentrale Verwaltungsstelle für Ihre Rezepturen. Hier werden alle bestehenden Rezepturen angezeigt.
Interaktionsmöglichkeiten¶
Am Ende jeder Zeile befindet sich ein Dreipunktmenü, das die Bearbeitung von Metadaten, das Kopieren und Löschen der Rezeptur und weitere Funktionen ermöglicht.
Durch Klick in eine Zeile wird in die Detailseite der gewählten Rezeptur gewechselt. Auf der Detailseite können die Werte der Rezeptur bearbeitet werden. Dazu können diese zu einem bestimmten Zeitpunkt aus ResMa übernommen oder händisch gepflegt werden.
Im unteren Bereich auf der Rezepturdetailseite können Kommentare hinterlegt werden, um weitere Infos an eine Rezeptur zu heften oder Rückmeldung von diversen Prozessbeteiligten einzuholen und an der Rezeptur zu dokumentieren.
Rezepturen anlegen¶
Einstiegspunkt Rezepturen anlegen¶
Eine neue Rezeptur kann über die Rezepturübersichtsseite erstellt werden.
Klickpfad: Menü > Rezepturverwaltung > Rezepturen
Zum Erstellen einer neuen Rezeptur klicken Sie den Button + Neue Rezeptur auf der Übersichtsseite. Es öffnet ein Dialog.
Funktion¶
Name, Artikel und Rezepturstruktur sind Pflichtfelder. Nach Bestätigung des Dialogs werden Sie automatisch auf die Detailseite der neu erstellten Rezeptur umgeleitet.
Möchten Sie zurück zur Übersichtsseite navigieren, können Sie den Zurück-Button Ihres Browsers oder einen entsprechenden Keyboard Shortcut nutzen.
Rezepturen erhalten nach Erzeugung eine um 1 höhere Versionsnummer als alle zuvor angelegten Rezepturen gleichen Namens. Dies gewährleistet eine lückenlose und unveränderliche Historie als Grundlage für Dokumentation und visuelle Auswertung.
Rezepturen kopieren¶
Sie können eine neue Version einer Rezeptur anlegen, indem Sie eine bestehende Rezeptur kopieren. Dabei wird die Versionsnummer der neuen Rezeptur automatisch durch das System bestimmt.
Einstiegspunkt Rezepturen kopieren¶
Einstiegspunkte für das Kopieren finden Sie auf Übersichts- und Detailseite der Rezepturen jeweils im Menü. Nach dem Kopieren werden Sie direkt auf die Detailseite der neu erzeugten Version der Rezeptur umgeleitet.
Rezepturen bearbeiten¶
Auf der Detailseite einer Rezeptur können verschiedene Werte für eine konkrete Version gepflegt werden. Die Bearbeitung ist ausschließlich im Status Entwurf möglich.
Wird die Maus über einem der Werte platziert, erscheint ein Tooltip, um welchen Wertetyp es sich handelt. Von links beginnend sind dies folgende Werttypen:
Minimaler Grenzwert¶
Dieser Wert wird als rote Grenzlinie im SPC Chart dargestellt. Wird er nach unten hin überschritten, führt dies zu Einträgen in der Grenzwertanalyse.
Minimaler Warnwert¶
Dieser Wert wird als gelbe Warnlinie im SPC Chart dargestellt. Wird er nach unten hin überschritten, führt dies zu Einträgen in der Grenzwertanalyse.
Sollwert¶
Dieser Wert wird als grüne Linie im SPC Chart dargestellt. Bei Übertragung einer Rezeptur ist dies der relevante Wert, der in die Steuerung übernommen wird.
Maximaler Warnwert¶
Dieser Wert wird als gelbe Warnlinie im SPC Chart dargestellt. Wird er nach oben hin überschritten, führt dies zu Einträgen in der Grenzwertanalyse.
Maximaler Grenzwert¶
Dieser Wert wird als rote Grenzlinie im SPC Chart dargestellt. Wird er nach oben hin überschritten, führt dies zu Einträgen in der Grenzwertanalyse.
Dynamische Sollwertkonfiguration¶
Ist ein Messpunkt als dynamisch konfiguriert, so befindet sich rechts vom Sollwert ein kleiner Button, mit dem man die Dynamische Sollwertkonfiguration öffnet.
Sollwert¶
Hier lässt sich eine X/Y-Tabelle erstellen, mit der man festlegen kann, bei welcher Bandgeschwindigkeit welcher Sollwert gelten soll. Rechts daneben wird diese Konfiguration dargestellt. Zwischenwerte werden bei der Übertragung interpoliert.
Warn- und Grenzwerte¶
Die Warn- und Grenzwerte lassen sich ebenfalls abhängig von der Bandgeschwindigkeit konfigurieren (=Relativ), oder mit einem festen Wert belegen (=Absolut).
Y-Achse¶
Hier kann für die graphische Darstellung oben rechts die Y-Achse bei Bedarf angepasst werden.
Werte aus ResMa übernehmen¶
Über den Button Werte anwenden können die fixen, also nicht dynamischen Messpunkte der Rezepturen, mit Werten aus ResMa vorbefüllt werden.
Filter¶
Die Wertübernahme wird dabei nur auf die Messpunkte angewandt, die auf der Rezepturdetailseite angezeigt werden. Bestehende Filter, z. B. auf eine bestimmte Einheit, können also berücksichtigt werden, um so nur eine Teilmenge vorzubelegen.
Einstiegspunkt¶
Der Einstiegspunkt befindet sich auf der Rezepturdetailseite. Klicken Sie hierfür auf den Button Werte anwenden. Es öffnet ein Dialog, in dem die Details konfiguriert werden können.
Zeitermittlung¶
Hier können Sie einen Zeitpunkt übernehmen, zu dem die Rezepturverwaltung in ResMa nach Werten suchen soll. Wird zum konkreten Zeitpunkt kein Werteintrag gefunden, wird der zuletzt gültige Vorgängerwert ermittelt und übernommen.
Konfigurationsmöglichkeit für Warn- und Grenzwerte¶
Die Warn- und Grenzwerte können über eine beliebig anpassbare prozentuale Zuordnung vorbelegt werden. Ist eine Berechnung nicht gewünscht, kann in das jeweilige Feld ein Strich [ – ] eingetragen werden.
Werte kopieren¶
In der Detail Seite einer Rezeptur kann man über das Kebab-Menü am Ende der Messpunktzeile, die eingestellten dynamischen Sollwerte per Kopierfunktion auf andere dynamische Messpunkte kopieren.
Werte manuell ändern¶
Einstiegspunkt Wert ändern¶
Die Werte können in der Detailseite einer Rezeptur inline geändert werden. Änderungen werden automatisch gespeichert. Das ist unabhängig davon, ob die Werte maschinell vorbelegt wurden oder nicht.
Statuseinschränkungen Wertänderungen¶
Wertänderungen sind nur im Entwurfsstatus möglich. In diesen kann jedoch nicht mehr gewechselt werden, wenn die konkrete Version einer Rezeptur mindestens einmal übertragen wurde. So wird sichergestellt, dass Historie und visuelle Auswertungen nicht manipuliert werden können.
Kopieren nach Übertragung¶
Sollen die Werte einer bereits übertragenen Rezeptur bearbeitet werden, kann eine Kopie erstellt werden. Dadurch wird eine neue Version erzeugt, die sich zunächst im Entwurfsstatus befindet und entsprechend bearbeitet werden kann.
Rezepturen löschen¶
Einstiegspunkt Rezepturen löschen¶
Einstiegspunkte für das Löschen von Rezepturen finden Sie in der Übersichts- und der Detailseite jeweils im Menü.
Keine Auswirkung auf Auswertungen¶
Die Wertekonfiguration einer konkreten Version einer Rezeptur bildet für ihre Aktivierungszeiträume die Grundlage für die Visualisierungen in SPC Chart und Grenzwertanalyse. Daher werden die Daten im System nicht tatsächlich gelöscht, sondern als gelöscht markiert, wenn Aktivierungsdaten vorhanden sind.
Die gelöschten Rezepturen bzw. Versionen tauchen somit nicht mehr in der Rezepturübersicht auf, die Auswertungen bleiben jedoch weiterhin erhalten.
Status¶
Überblick Status¶
Rezepturen können sich in acht verschiedenen Status befinden. Diese sind:
Entwurf Status¶
Die Werte einer Rezeptur können nur in diesem Status bearbeitet werden. Dies ist der Default-Status für neue oder kopierte Rezepturen.
Entwurf – Struktur nicht freigegeben¶
Wie Entwurf, jedoch ist die zugrundeliegende Struktur nicht Freigegeben, sodass auch diese Rezeptur nicht freigegeben werden kann.
Freigegeben¶
Die Rezeptur wurde freigegeben und kann nun übertragen werden.
Freigegeben – übertragen¶
Die Rezeptur ist freigegeben und wurde mindestens einmal bereits übertragen. Werteänderungen sind nun nicht mehr möglich, da nicht mehr in den Status Entwurf gewechselt werden kann.
Gesperrt¶
Die Rezeptur wurde gesperrt. Eine Übertragung oder Bearbeitung ist in diesem Status nicht möglich.
Gesperrt – übertragen¶
Wie Gesperrt, jedoch wurde die Rezeptur bereits mindestens einmal übertragen. Ein Wechsel in den Status Entwurf ist nicht mehr möglich.
Freigegeben – Struktur gesperrt¶
Die Rezeptur ist zwar freigegeben, jedoch wurde die zugrundeliegende Struktur gesperrt. Eine Übertragung ist daher nicht möglich.
Freigegeben – Struktur gesperrt – übertragen¶
Wie Freigegeben – Struktur gesperrt, jedoch wurde die Rezeptur bereits mindestens einmal übertragen. Ein Wechsel in den Status Entwurf ist nicht mehr möglich.
Einfluss des Status auf die verfügbare Funktionalitäten¶
Bestimmte Funktionalitäten sind nur einem bestimmten Status möglich.
Entwurf |
Entwurf & Struktur gesperrt |
Freigegeben |
Freigegeben & übertragen |
Gesperrt |
Gesperrt & übertragen |
Freigegeben & Struktur gesperrt |
Freigegeben & Struktur gesperrt |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Umbenennen |
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✓ |
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Kopieren |
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Löschen |
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Wertever- änderung |
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Übertragen |
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Aktivierung stoppen (muss aktiv sein) |
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✓ |
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Kommentieren |
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✓ |
Statuswechsel in Gesperrt |
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✓ |
✓ |
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Statuswechsel in Entwwurf |
✓ |
✓ |
✓ |
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Statuswechsel in Freigegeben |
✓ |
✓ |
✓ |
Statusänderungen¶
Einstiegspunkt Statusänderungen¶
Statusänderungen können über die Menüs in Übersichts- und Detailseite angestoßen werden. Dabei werden in der Oberfläche nur die erlaubten Statusübergänge angeboten.
Historie¶
Jede Statusänderung legt einen Datensatz mit Zeitstempel an, der in der Historie betrachtet werden kann und den Ursprungs- sowie den Zielstatus enthält.
Mögliche Statusübergänge¶
Die Grafik zeigt die Status und die möglichen Übergänge zwischen ihnen. Die Farben spiegeln die Färbung in der Statusanzeige wider und geben Auskunft über die Übertragbarkeit einer Rezeptur. Dies ist nur in grünen Status möglich.
Kommentare¶
Einstiegspunkt Kommentare¶
Kommentare finden sich auf der Rezepturdetailseite am Ende der Seite.
Kommentieren¶
Beim Kommentieren werden die Nutzerdaten des eingeloggten Users aus dem angeschlossenen System genutzt.
Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)¶
Die User werden von der Rezepturverwaltung lediglich über anonyme IDs referenziert, die einem Nutzer nicht zugeordnet werden können. Erst beim Seitenaufbau werden die Nutzernamen aufgelöst. Wird ein User zentral aus dem angebundenen System gelöscht, enthält die Rezepturverwaltung somit keinen Hinweis mehr auf den User, sein Name wird nicht mehr angezeigt.
Rezepturen vergleichen¶
Einstiegspunkt Rezepturen vergleichen¶
Die Vergleichsfunktion kann aufgerufen werden über das Dreipunktmenü in der Rezepturübersichtsseite oder einer Rezepturdetailseite.
Vergleich konfigurieren¶
Die Rezeptur, über welche in die Vergleichsfunktion eingestiegen wurde, wird direkt für den Vergleich übernommen.
Es kann zum Vergleich eine Rezeptur im rechten Dropdown gewählt werden, die auf derselben Struktur wie die zuerst gewählte Rezeptur basiert.
Die Auswahl im zweiten Dropdown wird also implizit durch die Struktur der ersten Rezeptur gefiltert.
Besitzt die Struktur dynamische Parameter, kann man auch hier per Schieberegler verschiedene Geschwindigkeiten für den Vergleich einstellen.
Visualisierung von Wertänderungen¶
In der linken Spalte werden die Sollwerte der Rezeptur des linken Dropdowns angezeigt. In der rechten Spalte befinden sich die Sollwerte der im rechten Dropdown gewählten Rezeptur. Mittig befindet sich das Delta, das beispielhaft wie folgt dargestellt wird.
Wert wurde um 2 verringert: ↓ 2
Wert wurde um 5 erhöht: ↑ 5
Wert war vorher nicht gesetzt, hat jetzt jedoch einen Wert: ↑
Wert war vorher gesetzt, hat jetzt jedoch keinen wert mehr: ↓
Übertragung und Aktivierung¶
Überblick¶
Rezepturen können auf zwei verschiedene Arten eingesetzt werden:
Aktivierung ausschließlich in der Rezepturverwaltung
Übertragung auf Anlagen zur aktiven Steuerung eines Prozesses
Bei ausschließlicher Aktivierung in der Rezepturverwaltung wird ein entsprechender Bewegungsdatensatz innerhalb der Rezepturverwaltung erzeugt. Die Aktivierung kann in den Visualisierungsmöglichkeiten der Rezepturverwaltung entsprechend ausgewertet werden. Dies hat keinen Einfluss auf den Prozess und dient lediglich der Auswertung.
Bei Übertragung auf Anlagen werden tatsächlich Sollwerte sowie die ID der Rezeptur übertragen. Die Aktivierung erfolgt auf der Steuerungsebene über eine HMI. Der Bewegungsdatensatz wird erst nach Aktivierung und Rückmeldung der geänderten Rezeptur ID erzeugt. Die Auswertemöglichkeiten sind identisch zur ausschließlichen Aktivierung innerhalb der Rezepturverwaltung.
Einstiegspunkt¶
Die Funktionen können jeweils über Dreipunktmenü in der Rezepturübersichtsseite oder der Rezepturdetailseite gestartet werden. Für die beiden Vorgehensweisen existieren einzelne Einstiegspunkte.
Übertragung dynamischer Rezepturen¶
Besitzt ein Rezept dynamische Parameter, so kann man bei Übertragung / Aktivierung die gewünschte Bandgeschwindigkeit auswählen. Diese Bandgeschwindigkeit wird ebenfalls in der Historie gespeichert.
Voraussetzungen für Übertragung auf Steuerungen¶
Damit Sollwerte an den Prozess übertragen werden können, müssen Mappings für Sollwerte und Rezeptur ID innerhalb der Rezepturstruktur vorgenommen werden.
Mapping für Sollwerte
Einstiegspunkt: Strukturdetailseite, Dreipunktmenü hinter Messpunkt, Option Sollwertverknüpfung
Soll-Datenpunkt: Datenpunkt, auf den bei Übertragung der Rezeptur geschrieben werden soll.
Mapping für Rezeptur ID
Einstiegspunkt: Edit-Dialog einer Struktur – Erreichbar über Dreipunktmenü in Strukturübersichtsseite oder Strukturdetailseite
Ist-Datenpunkt: Datenpunkt, auf den die Rezeptur ID bei Aktivierung durch die HMI übernommen wird. Der Datenpunkt muss zwingend bei Wertänderung aufgezeichnet werden! Vor der Übertragung wird geprüft, ob eine Connector-Anbindung vorhanden ist. Falls nicht, ist eine Übertragung nicht möglich.
Soll-Datenpunkt: Datenpunkt, auf den die Rezeptur ID bei Übertragung geschrieben werden soll. Muss auf Steuerung vorhanden sein und bei Aktivierung in der HMI auf den Ist-Datenpunkt übernommen werden! Vor der Übertragung wird geprüft, ob eine Connector-Anbindung vorhanden ist. Falls nicht, ist eine Übertragung nicht möglich.
Technische Übersicht des Übertragungsvorgangs¶
Auswirkungen einer Übertragung oder Aktivierung¶
Sobald eine Rezeptur erstmals übertragen oder aktiviert wird, kann die Rezeptur selbst oder ihre Struktur nicht mehr verändert werden. Somit entsteht eine lückenlose Versionierung und visuelle Auswertungsmöglichkeit über bestimmte Versionen einer Rezeptur.
Automatische Messpunktanlage nach Übertragung und Aktivierung¶
Wird eine Rezeptur übertragen und aktiviert, legt ResMa automatisch einen Messpunkt für die zugrundeliegende Rezepturstruktur an. Der Messpunkt liegt zunächst flach unter der ersten Niederlassung im Objektbaum, kann jedoch beliebig verschoben werden. Die Messpunkte werden nach dem Schema Recipe_[RecipeStructureNameGoesHere]_History benannt. Sie dürfen nicht umbenannt werden.
Ändert sich die Rezeptur-ID im LiveValueCache für diese Rezeptur (Messpunkt für das Auslesen der Rezeptur-ID), wird auf den automatisch angelegten Messpunkt ein weiterer Eintrag geschrieben. Ein Eintrag enthält Zeitstempel der Änderung sowie Name und Version der aktivierten Rezeptur. Der Messpunkt kann bspw. zur Visualisierung im ResMa Chart genutzt werden.
Werden Rezepturen lediglich aktiviert, also nicht auf die Steuerungen übertragen, werden keine automatischen Messpunkte angelegt.
Übersicht kürzlich aktivierter Rezepturen¶
Übersicht¶
Die Aktivierungsübersicht listet die letzten Aktivierungen auf und erlaubt dadurch einen schnellen Überblick über die jüngsten Aktivierungen. Dabei sind die Einträge standardmäßig so sortiert, dass die jüngsten Aktivierungen am Beginn der Liste stehen. Sortiert wird hierbei nach Aktivierungszeitpunkt.
Einstiegspunkt¶
Klickpfad: Menü > Rezepturverwaltung > Übersicht
SPC Chart¶
Statistical Process Control Charts (SPC Charts) ermöglichen es, tatsächliche Prozesswerte sowie Soll-, Warn- und Grenzwerte anzuzeigen.
Einstiegspunkt¶
Klickpfad: Menü > Rezepturverwaltung > SPC Chart
Eine Platzhalterseite wird angezeigt. Nach dem Hinzufügen des ersten Messpunkts wird das Chart gezeigt.
Messpunkte hinzufügen¶
Messpunkte können per drag & drop aus dem Objektbaum ins Chart gezogen werden.
Messpunkte entfernen¶
Unterhalb des Charts befindet sich die Konfigurationslegende. Über den Papierkorb-Button können Spuren dauerhaft wieder aus dem Chart entfernt werden.
Spuren vorübergehend ausblenden¶
Spuren können vorübergehend ausgeblendet werden, um das Chart übersichtlicher zu machen. Dazu muss auf den Legendeneintrag der Spur geklickt werden, egal in welcher Legende.
Bei erneutem Klick wird die Spur wieder mit angezeigt.
Dauerhaft nicht mehr benötigte Spuren sollten jedoch gelöscht werden, da die ausgeblendeten Spuren datentechnisch dennoch vom Server ermittelt werden müssen. Dies steigert die Serverlast, die Netzwerkauslastung und macht die Legenden unübersichtlich.
Spuren hervorheben¶
Einzelne Spuren können kurzfristig hervorgehoben werden, wenn der Mauszeiger über der Spur im Chart direkt oder über dem Legendeneintrag der Spur in der einfachen Legende positioniert werden.
Datazoom¶
Unterhalb des Charts befindet sich eine Leiste, die eine Vorschau der obersten Spur in der Konfigurationslegende darstellt. Der Datazoom der Leiste kann verkleinert und verschoben werden, um Details im Chart zu erkennen. Die Daten werden dabei nicht neu vom Server angefordert. Der gesamte zur Verfügung stehende Zeitraum wird über den Time Range Chooser oberhalb des Charts definiert.
Zeitauswahl¶
Der ausgewählte Zeitbereich über den Time Range Chooser oberhalb des Charts legt fest, welche Daten beim Aufruf des Charts vom Server angefordert werden. Daher sollte der Zeitraum so groß wie nötig aber so klein wie möglich gehalten werden. Unnötige Datenanforderung erhöhen die Server- und Netzwerklast sowie die Wartezeiten bis zum Laden des Charts.
Live Daten¶
Das Chart schaltet automatisch in den Live Modus, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
Der gewählte Zeitraum im Time Range Chooser ist kleiner oder gleich eine Stunde
Der Endpunkt ist nicht früher als 5 Minuten vor der aktuellen Server-Zeit
Die Aggregation der Spur steht auf Rohdaten
Die zeitlichen Limitierungen werden am einfachsten erfüllt, wenn im Time Range Chooser die Schnelloption Letzte Stunde gewählt wird.
Grenzwerte betrachten¶
Die Grenzwertbetrachtung kann aktiviert werden, indem in der Konfigurationslegende für eine Spur wie folgt vorgegangen wird:
Klickpfad: Menü öffnen > Rezept > Aktivieren
Je Chartgruppe kann eine Grenzwertansicht aktiv sein.
Spuren auf Charts aufteilen¶
Über die Gruppierungsfunktion können die Spuren auf bis zu drei Charts verteilt werden. Dafür muss der Chip in der Konfigurationslegende in der Spalte Gruppe entsprechend gesetzt werden.
Konfigurationslegende ausblenden¶
Zwischen dem Datazoom Element und der Konfigurationslegende gibt es mittig einen kleinen grauen Balken. Hier kann durch Klicken und Ziehen die Höhe der Konfigurationslegende bestimmt und die Legende sogar ganz ausgeblendet werden.
Grenzwertanalysen¶
Grenzwertanalysen ermöglichen es, die Überschreitung von Warn- und Grenzwerten schnell zu erfassen und in eine Detailanalyse zu verzweigen. Die Auswertung steht auf Tages- und Monatsbasis zur Verfügung.
Einstiegspunkt¶
Klickpfad: Menü > Rezepturverwaltung > Grenzwertanalyse
Eine Platzhalterseite wird angezeigt. Nach dem Hinzufügen des ersten Messpunkts wird die Analyse gezeigt.
Messpunkte hinzufügen¶
Messpunkte können per drag & drop aus dem Objektbaum die Analyse gezogen werden.
Messpunkte entfernen¶
Messpunkte können über einen Dialog wieder aus der Grenzwertanalyse entfernt werden. Der Dialog kann wie folgt erreicht werden:
Klickpfad: Grenzwertanalyse > Dreipunktmenü > Daten
Messpunkte sortieren¶
Die Reihenfolge kann per drag & drop im Datendialog festgelegt werden. Der Dialog kann wie folgt erreicht werden:
Klickpfad: Grenzwertanalyse > Dreipunktmenü > Daten
Wertebereiche vorübergehend ausblenden¶
Einzelne Bereiche wie bspw. Warnwerte können ausgeblendet werden, indem auf den Legendeneintrag für Warnwerte geklickt wird. Durch einen zweiten Klick werden die Werte wieder eingeblendet.
Zahlenbereiche hervorheben¶
Einzelne Zahlenbereiche können vorübergehend hervorgehoben werden, indem die Maus über dem Range Selektor neben der Legende auf der gewünschten Zahl positioniert wird. Alle Vorkommen dieser Zahl in der Grenzwertanalyse werden daraufhin hervorgehoben.
Zahlenbereiche einschränken¶
Der Range Selektor neben der Legende kann in seinen Grenzen verändert werden, um nur ein bestimmtes Intervall an Zahlen in der Grenzwertanalyse anzuzeigen. So kann die Ansicht bspw. auf sehr häufige Übertretungen fokussiert werden.
Detailchart öffnen¶
Zu jeder Kacheldarstellung kann eine Detailansicht geöffnet werden, indem in die entsprechende Kachel geklickt wird. Es öffnet sich unterhalb der Grenzwertanalyse ein SPC Chart für die geklickte Kachel, die automatisch Datenpunkt und Zeitreihe bestimmen.
Durch erneuten Klick auf die Kachel wird das SPC Chart wieder geschlossen.
Zeitauswahl¶
Die Zeitauswahl erfolgt über den Time Range Chooser oberhalb der Grenzwertanalyse. Aufgrund des Aufbaus und der Datenmengen ist die Auswahl auf Monate und Tage beschränkt.
Mittels des Offsets kann für Tages- oder Monatsauswertungen ein zeitlicher Schichtbezug hergestellt werden, indem bzw. mit einem Offset von 6 Std. die Auswertung jeweils um 6 Uhr morgens beginnt.
Historie¶
Die Historie ist eine tabellenbasierte Ansicht, die es ermöglicht, protokollierte Ereignisse manipulationssicher nachzuvollziehen.
Einstiegspunkt¶
Die Historie kann über verschiedene Wege geöffnet werden. Der allgemeine Weg führt über das Menü.
Klickpfad: Menü > Rezepturverwaltung > Historie
Möchte man die Historieneinträge einer bestimmten Struktur oder Rezeptur sehen, kann auch über die Kontextmenüs in den jeweiligen Übersichts- oder Detailseiten in die Historie verzweigt werden. Dabei wird direkt ein Filter auf die jeweilige Struktur bzw. Rezeptur mitgegeben.
Arten von Einträgen¶
Es werden vier Arten von Einträgen protokolliert und angezeigt:
Statuswechsel von Strukturen
Statuswechsel von Rezepturen
Übertragungen von Rezepturen
Aktivierungen von Rezepturen
Berechtigungen¶
Die Rezepturverwaltung meldet beim Start des Dienstes am Grundsystem diverse Berechtigungen an, die über die gewohnte Oberfläche zugewiesen werden können.
Die Durchsetzung der Berechtigungen wird auf zwei Ebenen erreicht:
Nicht berechtigte Einstiegspunkte werden dem User nicht angezeigt
Die API-Aufrufe des Users für diese Funktion werden vom Server abgelehnt